1/16/2012

Tag 16#

KOPF HOCH, AUGEN ZU,
         GERADEWEGS DURCH DIE WAND!

Ich brauche den Text nicht zuende zu lesen um zu verstehen was sie damit sagen möchte. Sofort steigen mir die Tränen hoch, Sekunden später sehe ich alles durch einen dichten Schleier aus Salzwasser. Ich schleudere den Laptop auf Sofa und renne in mein Zimmer. Dort schließe ich die Tür - ich bin alleine. Ich drehe mich einmal, zweimal vielleicht auch fünfmal im Kreis bis ich auf dem Teppich zusammenbreche und anfange laut zu schluchtzen. Ich hallte mir die Hände vor das Gesicht und flüstere immer wieder den selben Satz...

''Das meint sie nicht ernst.'' , ''Das meint sie nicht ernst.'' , ''Das meint sie nicht ernst.''

Ich hole das Telefon und wähle F.'s Nummer. Ich habe ihr alles erzählt, ja. Aber nicht einfach so, nein. Ich konnte es nicht aushalten. Ich war in Gedanken kurz davor die Nagelschere zu nehmen. Ich konnte mit so einem ''Geheimniss'' nicht alleine bleiben, nein. Ich würde mir mein ganzes Leben lang die Schuld dafür geben. ,,Ich hätte sie aufhalten können, aber ich saß stumm vor mir hin.'', würde ich mir sagen.

F.' ist genauso ohne Worte. Wieder schießen mir die Tränen hervor und ich renne zum Laptop um zu gucken wie alt der Post ist. GESTERN - schießt es mir durch den Kopf und ich schlage mir die Hand vor den Mund. ,,GESTERN!'', schreie ich ins Telefon. F. und ich sind wie gelähmt bis ich hervorbringe ''Hohl das andere Telefon''. Daraufhin diktiere ich F. die besagte Nummer und es tutet. Ein beinahe endloses Tuten was garnicht mehr aufhören will.

-Ein Moment der Ruhe, Stille und Unentlichkeit übekommt mich.-

Dann, eine Stimme: ,,Ja, bitte?''. Es ist Z. ! Ich säufze mehr als erleichtert und auch F. ist hörbar ein Stein vom Herzen gefallen. Aber ich konnte nichts sagen - ich brachte keinen Ton außer ein dämliches ''Ja.'' hervor. Mich überkamen soviele Gefühle; ich war überglücklich.

Noch nie in meinem Leben war ich so besorgt um jemanden.
         Bitte, bleib bei mir!


                                     
                

                    

           
                          
 

1 Kommentar:

  1. ich liebe dich , und das wird auch so bleiben. ich habe nicht mal dran gedacht das du das liest. oder warum ihr mich anruft, es ist einfach so das ich fertig war mit allem und allen. ich wollte nicht mehr , nachdem du angerufen hast , hab ich das getan - aber ich hab einfach nur gekotzt. Scheiß auf alles , dachte ich nur.
    ich wusste garnicht wie sehr dir das zu schaffen macht. weisst du , ich sah keinen anderen ausweg zu meinen gefühlen.
    mir geht es aber wieder besser.
    weil liebe das ist , was mein sinn im leben ist sonst kann ich nicht mehr , und immer wenn meine liebe kaputt geht oder zusammen bricht breche ich zusammen. das ist meine denkweise.
    mein problem ist einfach , dass ich keine angst habe vor nichts.

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