Ich sitze da, zwischen geschätzen 16 Papierchen in denen bis vor kurzem noch Pralinen verpackt waren.
Mon Cherie - Ich spüre wie das Wort, sowohl auch die Praline auf der Zunge zergehen.
Wie kann man sich lieben, ohne sich richtig zu kennen? Ist das überhaupt möglich? Die Fragen dringen in mein Gehirn ein und unterdrücken meinen Verstand. Sie wollen nicht wieder raus.
Ein Mon Cherie muss hinterher. Am besten zwei, doppelt hällt besser!
Wieso fühle ich mich von ihm so angezogen, wie nie zuvor von einem Jungen? Jedes, ungelogen, jedes Mal wenn ich das Geräusch vernehme, dass ertönt wenn ich eine Nachricht erhalte, hofft mein Innerstes sie wäre von ihm.
Oh, was höre ich denn da? Knisterndes Papier?Ich muss ihn sehen, das Verlangen nach ihm ist so groß. Und ich kann es niemandem erzählen, dass würde keiner verstehen. In ihren Ohren klingt das lächerlich. Aber ist dass Liebe? Ich kann es nicht beschreiben, das Gefühl wenn ich an ihn denke. Es ist eine Wärme die durch mich hindurch strömt und mich überwältigt wie ein Monsun.
Langsam wird mir schwindelig und übel zu gleich. Wohl doch zu viele Küsse der Piermontkirsche. Die Uhr neben mir zählt die Sekunden und Stunden der Einsamkeit. Wie gerne würde ich nun neben ihm liegen und seiner Stimme lauschen. Die ganze Nacht lang gäbe es nur ihn und seine Gedanken. Das Geräusch des Laptops reißt mich aus dem Halbschlaf. Er überhitzt sich - und mit ihm meine kleinen Freunde aus Schokolade. Sie sind zu schade um sie wegzuschmeißen, also ab in meinen Mund mit ihnen. Ich sehe alles verschwommen und plötzlich zieht sich meine Umgebung zusammen. Wenn ich nicht neben ihm sein kein, dann wenigstens im Schlaf. Obwohl es im Moment realistischer klingt die Nacht neben der Kloschüssel zu verbringen, und der Spülung zu lauschen.
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